Himmelslicht

Der Gedanke des Tages

Portrait

Seit über 35 Jahren widmet sich die Künstlerin Ursina Würmli der Malerei. Im Rahmen ihrer früheren Arbeit als Dessinatrice in einem Ostschweizer Textilunternehmen benutzte sie die Technik des Aquarellierens. Nach dem Wegzug aus dem Toggenburg und der Aufgabe ihrer Berufes begann sie sich in den verschiedensten Maltechniken – von der Ölmalerei bis zum Kupferdruck – zu versuchen, doch kein Malmittel war für sie so faszinierend wie das Fliessenlassen der Aquarellfarben.

Nach Jahren des Experimentierens fand sie schlussendlich wieder zurück zu dieser wunderbaren und lichtvollen Technik. Mitte der 80er Jahre, ihre Kinder waren unterdessen ausgeflogen, riefen sie «ganz leise die Engel». Und mit einer Gruppe in Bergnot geraten, wurden sie auf wunderbare Weise gerettet.

Doch die Engel mussten noch einige Male rufen, bis sie bereit war hinzuhören. Doch endlich – wiederum durch ein spezielles Ereignis ausgelöst – zeigte sich der erste Engel auf dem Papier. In dieser Zeit war Ursina Würmli gerade mit den ersten Universumbildern beschäftigt. Ihre ersten Engelaquarelle waren eigentlich zur Verarbeitung ihrer persönlichen Erlebnisse gedacht und nicht für Ausstellungen bestimmt, doch immer mehr Besucher im Atelier wurden auf die «Engel» aufmerksam und zeigten sich tief berührt. So fanden die Engelbilder bald den Weg zu den Menschen.

Es folgte ein langer Weg des Zweifelns und Hinterfragens, bis sie endlich «Ja» zu ihrer Aufgabe sagen konnte. Heute erfreuen ihre zarten Engel- und kraftvollen Universumbilder viele Menschen auf der ganzen Welt.

Die Menschen mit ihren Bildern zu berühren und erfreuen – das ist ihr heute ein ganz grosses Anliegen.

Ursina Würmli beim Malen im Atelier

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